4 Argumente, warum Sie jetzt schon an eine Ladeinfrastruktur für Ihre Mieter denken sollten.

Martin Heckmann

Martin Heckmann

Innerhalb der Bevölkerung wächst der Anspruch e-mobil zu sein rasant an. Diese Veränderung und das 2021 verabschiedete Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz, kurz GEIG, sollten Sie als Hausverwalter spätestens jetzt dazu veranlasst haben, sich über das Thema Ladeinfrastruktur Gedanken zu machen.

Sie haben bis jetzt noch nichts davon gehört? Dann möchte Ich Ihnen mit diesem Artikel aufzeigen, warum es ausgerechnet jetzt wichtig ist zu handeln und warum es bald vielleicht zu spät sein könnte.

Seit 2021 haben Mieter einen rechtlichen Anspruch auf eine Ladestation für das eigene Elektroauto. Nun sind es die Hausverwalter und Wohnungseigentümer, denen die Aufgabe zum Schaffen einer Lösung aufgetragen werden. Der Druck auf die WEGs und Hausverwalter wächst vor allem dann, wenn großer Bedarf bereits jetzt schon vorhanden ist. Doch ab wann ist der Druck groß genug? Prinzipiell kann gesagt werden, dass sich der Ausbau einer Ladeinfrastruktur schon ab 2 oder 3 Stellplätzen lohnt. Im Folgenden finden Sie die 4 wichtigsten Argumente, die für eine Ladeinfrastruktur sprechen:

  1. Nachhaltigkeit wird gefördert

Besteht noch kein Bedarf einer Ladestation, sprich verfügt ein Mieter beispielsweise noch nicht über ein Elektroauto, sieht das GEIG vor, dass auch für eine zukünftige Nachfrage vorgesorgt werden kann. Dazu zählt die Installation einer geeigneten Elektro-Infrastruktur, bei welcher die eigentliche Wallbox zu einem späteren Zeitpunkt als Plug-and-Play-Lösung einfach nachgerüstet werden kann.

  1. Das Lastmanagement gewährleistet die faire Aufteilung der Energie

Zunächst sollten Sie wissen, dass eine Voraussetzung für den Aufbau einer funktionierenden und vor allem zukunftssicheren Ladeinfrastruktur die Verwendung einheitlicher Lade-Hardware ist. Die Installation durch verschiedene Anbieter mit jeweils verschiedenen Wallboxen kann dazu führen, dass die Systeme nicht kompatibel sind und der Strom demnach nicht gleichmäßig und fair verteilt wird. Diese Art des Lastmanagements ist essenziell, um die Ladung von möglichst vielen Elektroautos zeitgleich zu gewährleisten.

  1. Die Kapazitäten des lokalen Netzbetreibers sind begrenzt

Natürlich können Sie das Thema erst einmal bei Seite lassen und sich in ein paar Jahren Gedanken darüber machen. Im Zweifel wird Ihnen der zuständige Netzbetreiber die schlechte Nachricht überbringen, dass die Netzkapazitäten aus der Umgebung bereits vergriffen sind. Das hängt vor allem mit den lokalen Netzstrukturen und der verfügbaren Leistungs-Kapazität zusammen. Hierbei wird der Blick nicht nur auf einen Standort, sondern auf die gesamte Straße oder sogar die Umgebung geworfen. Mit der Ausstattung von einigen größeren Parkflächen kann es somit selbst in jungen Quartieren in absehbarer Zeit zu Leistungs-Engpässen kommen. Das Worst-Case-Szenario könnte dann so aussehen, dass sich mehrere Personen eine Wallbox teilen müssen. Berichten nach soll es ausreichen, dass sich mehrere Personen eine Ladestation teilen. Das funktioniert jedoch nur, sofern sich diese Personen auch gut organisieren und die Ladezeitpunkte besprechen. Es ist zwar möglich, jedoch im WEG-Umfeld kaum umsetzbar.

Sie sehen: Die Kapazitäten des Netzbetreibers sind ein Punkt, den Sie als Eigentümer oder Hausverwalter nicht komplett außen vorlassen sollten. 

  1. Eine Lademöglichkeit beeinflusst die Attraktivität Ihrer Immobilie

Stellen Sie sich einmal vor Sie sind Rechtsanwalt und pendeln für Ihre Arbeit regelmäßig mit dem Zug von München nach Mannheim. Um Ihre Zeit sinnvoller zu nutzen, spielen Sie mit dem Gedanken sich eine Wohnung in Mannheim anzumieten und nur noch an den Wochenenden nach München zu fahren. Dazu wollen Sie nicht mehr die Bahn, sondern Ihr kürzlich angeschafftes Elektroauto nutzen. Sie wissen, dass dank neuester Technologien viele Elektroautos eine Distanz von 360 Kilometern pro Akkuladung auf sich nehmen können. Sie wissen aber auch, dass die Suche nach einer öffentlichen Lademöglichkeit in Deutschland unglaublich planungs- und zeitintensiv ist. Zeit, die Sie als renommierter Rechtsanwalt nicht haben. Die Frage ist nun. Wie attraktiv wäre für Sie eine Mietwohnung, die Ihnen zusätzlich die Möglichkeit bietet, Ihr Elektroauto ganz einfach an einer für Sie installierten Wallbox aufzuladen?

Sie sehen selbst: Die Option, ein bereits vorhandenes oder zukünftig vorhandenes Elektroauto direkt auf dem eigenen Tiefgaragenparkplatz zu laden kann ein ausschlaggebender Punkt für den Kauf oder die Anmietung einer Wohnung sein. Wird Ihnen diese Möglichkeit aufgrund zu knapp bemessener Stromkapazitäten des Netzbetreibers genommen, so kann dies vor allem in naher Zukunft die Attraktivität Ihrer Immobilie enorm beeinflussen.

Das Thema Elektromobilität wird von Jahr zu Jahr präsenter und die Nachfrage nach Elektroautos steigt nachweislich an. Mit dieser steigenden Nachfrage wird auch der Bedarf einer eigenen Ladestationen immer weiter zunehmen. Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesem Artikel einen ausführlichen Eindruck darüber geben konnte, warum es daher schon jetzt wichtig ist, für die Zukunft Ihrer Immobilie vorzusorgen. Falls Sie noch Fragen zu dem Thema haben, beraten wir Sie auch gerne in einem persönlichen Gespräch. Sollten Sie sich bereits zum Bau einer Ladeinfrastruktur entschieden haben, so erarbeiten wir gerne auch ein individuelles Lade-Konzept für Ihre Liegenschaft. Senden Sie uns dafür gern eine Mail an info@quartiervolt.de

Gebäude Elektroinfrastrukturgesetz